Eigenkapital Der Begriff Eigenkapital hat in der Betriebswirtschaft, im Kapitalmarkt und im Bereich der Immobilienfinanzierung Bedeutung. Im Bereich der Immobilienfinanz

Eigenkapital

Der Begriff Eigenkapital hat in der Betriebswirtschaft, im Kapitalmarkt und im Bereich der Immobilienfinanzierung Bedeutung.

Im Bereich der Immobilienfinanzierung werden als Eigenkapital jene Mittel bezeichnet, die dem Eigentümer selbst zur Verfügung stehen, z. B. Bargeld, Sparguthaben, Festgeld, Wertpapiere, Bausparguthaben und vorhandener Grundbesitz.

Im weiteren Sinne werden zu den Eigenmitteln auch Verwandtendarlehen, Arbeitgeberdarlehen und öffentliche Zuschüsse gerechnet. Etwa bei Bauträgerprojekten ist es nicht unüblich, dass spezialisierte Investmentgesellschaften den eigens zur Realisierung eines Vorhabens gegründeten Personengesellschaften als Kommanditist beitreten und in Form von Bürgschaften Eigenkapital bereitstellen, so dass eine weitere Finanzierung mit Fremdkapital erst ermöglicht wird.

Eigenkapital sind die in einem Unternehmen angelegten Mittel, die den Eigentümern (z. B. Aktionären, Gesellschaftern und ggf. konzernfremden Miteigentümern) gehören. Dazu zählen vor allem das eingezahlte Kapital (Gesellschaftskapital; bei einer Aktiengesellschaft spricht man von Grundkapital, bei einer GmbH vom Stammkapital), die gesetzlichen, satzungsgemäßen und freien Rücklagen sowie ein etwaiger Bilanzgewinn bzw. -verlust.

Im betriebswirtschaftlichen Rechnungswesen ist das Eigenkapital ein Teil der Passivseite der Bilanz.

Eigenkapital kann von außen beschafft werden - zunächst bei der Erstausstattung mit Finanzmitteln, später durch Kapitalerhöhungen. Dies ist der wichtigste Teil der Eigenfinanzierung. Eigen- und Fremdfinanzierung (diese insbesondere durch Kreditaufnahme) bilden zusammen die Außenfinanzierung.

Davon ist die Innenfinanzierung zu unterscheiden, die durch Auflösung von Rücklagen (Gewinnen = Selbstfinanzierung), Rückstellungen und Wertberichtigungen, Abschreibungen sowie Kapital freisetzenden Vermögensumschichtungen erfolgen kann.

Eigenkapital ist im Allgemeinen Voraussetzung für Fremdfinanzierung, da ohne ausreichende Sicherheiten Fremdkapitalgeber nicht zur Zahlung bereit sind.

Eine betriebswirtschaftliche Faustregel lautet: Eine Investition sollte zu mindestens 70% aus Eigenkapital und zu höchstens 30% aus Fremdkapital finanziert sein, wenn sie später keine Verluste über hohe Zins- und Tilgungsraten erleiden soll. In der Praxis findet man jedoch auch dauerhaft profitable Unternehmen mit Verhältnissen von 50 : 50 oder niedriger.

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